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Gesine Frank
Titel:
Haus der Emigrantion - house of emigration
2007
Pastellkreide auf Bütten
54 x 79 cm
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Das "Haus der Emigration" zeigt stellvertretend
4 deutschsprachige Künstler, die vor der Nazidiktatur
fliehen mussten und in London bzw. England unterkamen. Die
Bildmetapher der Maske ist aufgrund ihrer kulturellen Funktion
gewählt. Sie beinhaltet die Identifikation und das Heraufbeschwören
der gemeinten Personen. Die London typischen, klassizistischen
Fassadenelemente deuten die neu gefundene Heimat an.
Die große intellektuelle und künstlerische
Bewegung der 20ger und 30ger Jahre des 20.Jahrhunderts wurde
von den Nazis zerschlagen. Viele Künstler emigrierten
nach Großbritannien oder über GB in die ganze Welt.
Quelle: http://www.exil-archiv.de/
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Else Meidner (Malerin und Zeichnerin)
Geb. 2.9.1901 in Berlin
Gest. 7.5.1987 in London/ Großbritannien
"Es gibt Pflanzen, die überall gedeihen, wenn man
sie verpflanzt, aber ich konnte nie neue Wurzeln schlagen.
Meine Wurzeln sind in Berlin geblieben."
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten darf sie ab
1933 in Deutschland nicht mehr ausstellen. Auf der Flucht
vor den Nazis schickt sie 1938 zunächst ihren kleinen
Sohn David zu ihrer Schwester nach London, im August des darauf-folgenden
Jahres folgt sie selbst, gemeinsam mit ihrem Ehemann.
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Kurt (MERZ) Schwitters (Maler, Bildhauer,
Graphiker und Dichter)
Geb. 20.6.1887 in Hannover
Gest. 8.1.1948 in Ambleside/ Großbritannien
"Wir leben 25 Minuten zu spät, und zwar von rechts
gesehen. Von links gesehen leben wir 20 Minuten zu kurz. Zu
spät und zu kurz ist unser rechtes und linkes Schicksal.
Sieht man uns aber von oben, so sind wir platt wie eine Fibel,
sieht man uns von unten, so sind wir hoch wie ein Zylinder.
Von vorn betrachtet man unsere Rücksicht und von hinten
unseren Bauch, denn den haben wir auch. Schmilzt nun der Schnee
zwischen unseren Zehen, so bekommen wir heftige Zahnschmerzen,
die erst aufhören, wenn uns die Sonne direkt ins Gehirn
scheint. Dadurch entstehen aber die erleuchteten Gedanken,
deren einer genügt, um Weisheiten wie diese hier niederzuschreiben."
Nach der Invasion der Nationalsozialisten in Norwegen flüchten
Ernst, Esther und Kurt Schwitters im Frühjahr 1940 nach
England, wo die Familie in den kommenden 17 Monaten in verschiedenen
Internierungslagern verbringt, zuletzt und am längsten
in Douglas/ Isle of Man. Ab Ende 1941 lebt Kurt Schwitters
in London, ab 1945 in Ambleside/ Lake District.
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Theo Balden (eigtl. Otto Köhler) (Bildhauer,
Zeichner)
Geb. 6. 2.1904 in Blumenau (Santa Catarina)/ Brasilien
Gest. 30. 9. 1995 in Ost-Berlin
1935: Balden emigriert im Frühjahr nach Prag mit Hilfe
eines Passes, der auf den Namen Theo Balden ausgestellt ist,
und behält diesen Namen von nun an bei.
1938 Nach dem Münchner Abkommen im September 1938 ist
die deutsche Besatzung der Tschecholsowakei nur noch eine
Frage der Zeit. Balden verfasst einen Appell mit dem Ersuchen
um Ausreisehilfe für die Künstler des Oskar-Kokoschka-Bundes.
Der tschechische Schriftsteller Josef Capek leitet den Appell
an englische Bekannte weiter. Der Aufruf hat zur Folge, daß
sich in London das Artists Refugee Committee formiert,
das im Laufe der nächsten Monate über zwanzig deutsch-sprachige
Künstler aus der Tschechoslowakei retten kann. Januar
1939: Mit Hilfe des Artists Refugee Committee trifft
Theo Balden in London ein.
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Mela Spira-Hartwig (Schauspielerin, Schriftstellerin
und Malerin)
eb. 1893 in Wien/ Österreich-Ungarn
Gest. 1967 in London/ GB
1938 wurden die zwei Häuser und die Kunstsammlung der
Spiras beschlagnahmt, sie mussten ohne Koffer fliehen und
gelangten schließlich nach London. Hier half ihnen Virginia
Woolf, die mit Mela Spira befreundet war.
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